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Presse

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27. Mai, 2019

Mit Eis im Bauch, Wasser in der Kapuze, aber der Sonne im Herzen durch Pirna

Die Bahnstrecke ist wieder frei! Lasst uns mit dem Zug wohin fahren! – Aber wohin? – Nach Pirna! – Was gibt es denn in Pirna? – Eine ganze Menge, wie die 3. Klasse am 22. Mai auf ihrem Wandertag erfuhr.

Schon die Zugfahrt selbst war für viele Kinder ein Erlebnis. Alte Bahngeschichten konnten erzählt werden und in Eisenbahnerromantik wurde geschwelgt. In Pirna angekommen, warteten wir noch auf unsere Stadtführerin. Um die Zeit zu überbrücken, wurde natürlich „Frosch, hüpf weg!“ gespielt. Das ist auf dem Pirnaer Markt anscheinend nicht alltäglich, was ich schnell an den Blicken der Markttreibenden und Passanten erraten konnte.

Doch dann kam Gabi, eine Bürgersfrau aus dem Mittelalter, die uns ihre Stadt zeigte und viele interessante Geschichten zu erzählen hatte. Wir hörten von Canaletto und den Barbieren, von den Schweden und dem tapferen Apotheker, der seine Stadt vor der Zerstörung rettete. Mittlerweile hatte der Dauerregen eingesetzt, doch die Drittklässler schauten unbeirrt jede Viertel Stunde auf zum Rathaus, ob die Löwen auch pflichtbewusst mit ihrer Pranke die Glocke schlugen. Sichtlich beeindruckt waren die Kinder von der wunderbar anmutenden Marienkirche. „Die ist aber schon etwas größer als unsere in Neustadt“, stand als Erkenntnis bald fest.
Die Mitarbeiter der Touristeninformation hatten mit uns Mitleid und ließen uns in einem ihrer Räume während des Mittagessens abtrocknen und aufwärmen, bevor wir den redensartlichen Gießkannen, aus denen es unermüdlich goss, wieder die Stirn boten. Doch jegliche Wettererscheinung wurde nebensächlich, als wir auf Schatzsuche auf dem Sonnenstein gingen. Im Eiltempo wurden alle versteckten Schätze gefunden und in der Schatzkarte markiert. Leider war letztere nicht wasserfest, weswegen ein etwaiger Topf voll Gold nicht mehr ausfindig gemacht werden konnte.

Bevor wir heimfuhren, wollten wir uns noch einmal aufwärmen. Und was eignet sich da besser als … eine Kugel Eis, na klar: „Wollt ihr bei der Kälte Eis essen?“ – „Jaaa! Es ist doch gar nicht kalt.“ oder „Ich schwitze schon, so warm ist es!“ Warum habe ich nur gefragt? (Vielleicht, weil ich auf die Antwort gehofft habe 😉 So sind wir schließlich mit Eis im Bauch und mit Wasser in der Kapuze, aber mit der Sonne im Herzen wieder nach Hause gefahren. Es war ein sehr angenehmer sowie lehrreicher Tag, woran unsere Stadtführerin Gabi und unsere Begleiterin Frau Hänsel großen Anteil trugen. Vielen Dank!